Samstag, 11. Juli 2009

du laberst mich an?

Wir alle kennen Jodie Fosters Paraderolle als Kinderprostituierte Iris neben Robert de Niro in "Taxi Driver". Mal abgesehen vom souveränen Schauspiel und der grandiosen Handlung war ich, als ich den Film vor einigen Jahren gesehen habe, doch recht eingenommen von Iris' 70er-Garderobe (und abgesehen davon auch von Travis' Hemden und Jacken).


img5.allocine.fr


Jetzt sind mir da zufällig beim Stöbern einschlägiger Seiten ein paar Bilder untergekommen von Dakota Fanning (genau, die kleine Milchzahn-Göre aus "I am Sam" mit Sean Penn) in Schlaghosen, Plateaustiefeln und einem gefühlten Zentner an Schminke (which me likey).
Vor Jahren schon als ein kleiner Superstar am Schauspielhimmel gefeiert, ist sie mittlerweile im besten Teenageralter und spielt in ihrem neuesten Projekt, "The Runaways", ein Mitglied der 70er-Girl-Band The Runaways und ich hätte sie beinah nicht wiedererkannt. Ich entdecke Parallelen zwischen Foster und Fanning. Nicht nur haben beide schon neben großen Schauspielern gespielt, nein, sie hatten beide schon in jungen Jahren große Filmerfolge.
Ich bin Foster-Fan (also hauptsächlich von den alten Foster-Streifen), Dakota Fanning war mir bis jetzt immer relativ egal (und hat mich als Besetzung von der altklugen Tochter in zahlreichen Filmen eher genervt und dieses plärrende Balg, das sie in der Verfilmung von "Krieg der Welten" gemimt hat, war unerträglich -wie der Rest vom Film, übrigens). Aber diese Bilder hier haben nichts mehr übrig vom Rotzlöffel-Image. Und auch die Klamotten passen außerordentlich gut. Sie muss ja nicht die zweite Foster/Iris werden (geht auch gar nicht, wer sie in Bugsy Malone gesehen hat, weiß wie überragend sie schon als Kind war, irre wie sie die anderen Knirpse an die Wand gespielt hat).
An "Taxi Driver" kommt sowieso keiner ran. Never. Aber mir waren die Parallelitäten zwischen den beiden einen Post wert. Außerdem mag ich rotzige Teenager aus den Siebzigern.


tFS

Der Film soll übrigens 2010 in die Kinos kommen und der Post-Titel passt hier auch nur so indirekt, aber "Ich hoffe, eines Tages wird ein großer Regen diesen ganzen Abschaum von der Straße spülen." -Travis Bickle.

Freitag, 10. Juli 2009

and the winner is...

Wir haben zahlreiche ruinierte Aufnahmen (ohne Losung, die gab's nur einmal) hinter uns (deswegen in der Mitte auch ein kurzer Schnitt, nicht weil wir bescheißen, sondern weil ich mich nicht mehr beherrschen konnte; wie auch, bei dieser Glücksfee, die kein Wort spricht und immer nur starr in die Kamera schaut?).

Donnerstag, 9. Juli 2009

the chronic (1992)

Manchmal braucht man was Klassisches. Danke für's Ausleihen, GTA-Erinnerungen werden wach...




fashion week review

So, jetzt bin ich schon wieder ein paar Tage in der modesterilen und etwas ruhigeren Heimat und habe meine Eindrücke sammeln können.
Im vorigen Post habe ich erwähnt, dass ich mich im Grunde nicht dazu qualifiziert sehe, Mode zu bewerten. Aber da ich gut und gerne auf den Anspruch der Professionalität verzichte, werde ich mich mal daran versuchen. Und Gesehenes zu verarbeiten ist ja nichts Neues und unnötig Komplexes.


Letzte Woche habe ich die Shows von Marcel Ostertag, Kilian Kerner, Patrick Mohr, Michael Sontag und Custo besucht. Verpasst habe ich leider Starstyling, Frida Weyer und Eastpak.

Auch meine Highlights waren die Stücke von Ostertag. Patrick Mohr wusste zu polarisieren, als er Obdachlose über den Laufsteg schreiten ließ, in Wurzelzwerg-Ganzkörper-Säcken aus Jute und mit weiß-bemalten Gesichtern, die sich perfekt unter die Berufsmodels eingliederten (und die mir kaum aufgefallen wären, hätte man mich nicht darauf aufmerksam gemacht, denn die zuvor verteilte Obdachlosenzeitung "strassenfeger" verschwand erst mal in meiner Tasche, um mir die Hände frei zu halten). Die dominierenden Farben waren gedeckte, sich in der Natur wiederfindende wie Moosgrün und Sand. Die eher derben und spröden Stücke haben mir durchaus zugesagt (wie schon öfters von mir betont, bin ich eher Feind des zu Glatten und Schönen). Anders als Mohr strotzten Sontags Entwürfe vor Leichtigkeit, erinnerten mich aber auch an die Natur (sowie einige andere Kollektionen). Das lag vermutlich an den ebenfalls eher warmen und gedeckten Farben. Mit den Stücken hätte man problemlos im Wald spazieren gehen können, aber genauso gut wäre das ein oder andere Kleid als Abendgarderobe für edlere Events durchgegangen. Das hinzubekommen ist kein Leichtes, wie ich mir so dachte, als ich auf meinem Platz im Zelt am Bebelplatz saß. Dieses Unangestrengte in den Entwürfen war mir sehr willkommen, zu oft sieht man doch das maßlose Übertreiben, das auf Kosten des Wesentlichen um Aufmerksamkeit betteln muss. Zu begeistern, ohne unnötige Eyecatcher und Schnickschnack hinzuzufügen, das ist doch die Kunst, Mode zu entwerfen. Wobei es dann doch noch den einen oder anderen Clou gab, wie zum Beispiel die wunderschönen Taschen, die mehr Schmuck als Aufbewahrungsmittel waren. Von Eyecatcher kann man da eigentlich gar nicht sprechen. Die Taschen passten sich perfekt an die Kleidung an, sahen selbst teilweise aus wie ein Kleidungsstück und waren eher eine Ergänzung zu diesen.

Alles in Allem habe ich die Tendenz zur Farbe Oliv begrüßt, ist diese doch schon seit einiger Zeit mein momentaner Liebling und angenehm anzuschauen. Mein Fazit zur Fashionweek: Mit den derzeitigen Temperaturen wären großartigere Erscheinungen möglich gewesen, Goodies waren sehr rar und schon gar nicht für jedermann. Und ich will immer noch nicht verstehen, wieso man die Casting-Unken einer populären Unterhaltungsshow eines privaten Senders, sowie einen für Fackelmann werbenden Boxer in die erste Reihe setzt. Bringt das wirklich soviel Publicity (abgesehen von gnadenloser Präsenz bei RTL)?

-Bilder fehlen hier komplett, weil ich keine gemacht habe. Aber finden tut ihr die im Grunde eigentlich überall-

Komplett anspruchslose Menschen tun sich folgendes Video an, das ich mit meiner Handykamera gefilmt habe und das die finale Runde dreier Schauen (Custo, Ostertag und Kerner) mit wunderschöner unterer Hälfte in Popelgrün zeigt (ich frage mich, woran das liegt -an meinem Handy oder an den falschen Einstellungen):



P.S.: Gewinnspielauslosung folgt morgen Nachmittag!

Mittwoch, 8. Juli 2009

du bist, was du trägst...

...oder: Wie ich hier mal versuche, salopp meine Ansichten zu erläutern.

Mal so am Rande eine kleine Notiz.
Mich über Mode auszulassen fällt mir schwer. Nicht, weil mir die Worte fehlen oder dergleichen. Nein, im Grunde ist das ganz einfach: Ich sehe mich nicht in der qualifizierten Lage, in angemessener Weise von einer Materie zu berichten, von der ich im Grunde nur subjektive Eindrücke habe –kein oder nur wenig brauchbares Hintergrundwissen. Ich kann nur in laienhafter Form berichten, fehlt mir doch jegliche Ahnung von der Wirkung von verschiedenen Stoff- und Formkombinationen, ähnlich wie es in der Kunst der Fall ist, das unterscheidet sich von Mode ja auch nicht in allzu großem Maße, wie ich meine. Meine einfache schulische Ausbildung, die ich bis jetzt habe,reicht für ein objektives und kritisches Bewerten einfach nicht aus. Und zu erklären, wieso mir etwas gefällt – undenkbar. Bei mir ist das eine intuitive Sache, die ich selbst kaum greifen kann.
Es kann nicht verkehrt sein, sich die Frage zu stellen, wieso ich etwas tragen möchte, wieso mir etwas gefällt.

Und da überrumpelt mich die Modewelt doch recht häufig. Weil es einfach zu schnell ist. Man lässt nicht auf sich wirken, jedes halbe Jahr neue Regeln. Wann bist du drin, wann bist du raus, also draußen aus dem immerwahren Kreis der Mode. Diktatur. Ich erlaube es mir, nur ein Urteil über Themen zu fällen, mit denen ich mich auskenne, sprich: über die ich mich im idealsten Fall über einen längeren Zeitraum beschäftigt habe, obwohl man selbst dann nicht davon ausgehen kann, alle Aspekte einer Sache erfasst zu haben, ja, dafür fehlt mir einfach der Horizont, dafür bin ich zu jung, zu unbelesen, oft zu ungeduldig in meiner Jugend, die versucht, gegen die Zeit zu rasen, die abgelenkt wird von den zu vielen Eindrücken in unserer Gesellschaft, die, so vermute ich, kein Vergleich mehr zu vergangenen Zeiten sind, wir wissen einfach zu viel. Alles andere empfinde ich als Zumutung für die Menschen, die sich tatsächlich das anschauen, was ich (re-)produziere, obwohl ich mir sicher bin, dass die meisten sich wenig darum scheren. Oft unbedachter und unbewusster Konsum und ich bin ein Teil davon, was mir -eigentlich- so gar nicht zusagt, dem ich mich aber trotzdem unterordne und dessen Existenz ich bereitwillig anzunehmen scheine.

Ja, so schreibe oder zeige ich euch häufig nur Dinge ohne darüber zu urteilen (was ich eigentlich gar nicht so negativ finde), ohne zu reflektieren. Ein nacktes und bloßes Zeigen. Zu mehr sehe ich mich nicht in der Lage, dafür müsste ich mich besinnen auf Relevantes, das ich noch gar nicht benennen kann. Das jetzt meinem Alter zuzuschreiben oder meinem Mangel an ausreichender Intelligenz oder eben der Kompetenz im Allgemeinen zu begreifen, will ich hier gar nicht tun.
Manchmal habe ich das Bedürfnis, mich in dieser Art zu äußern. Es überkommt mich ein Gefühl des Sich-Rechtfertigen-Müssens, so als Kontrastprogramm zu diesem An-Der-Oberfläche-Kratzen, was mir eigentlich ständig passiert. Da sträubt sich immer was in mir, wenn ich so manche Sachen lese. In der Tat versuche ich, ein reflektiertes Bild zur Mode der Gesellschaft und meiner Beziehung zu ihr zu schaffen, was mitunter auch natürlich anstrengend, mir doch nur ansatzweise gelingend, aber zugleich unabdingbar ist, wie ich finde und hier so ganz und gar nicht dokumentiert und festgehalten wird. Das passiert bei mir eher im stillen Kämmerchen, ganz alleine in meinem Kopf. Den Sinn der Mode zu hinterfragen ist für mich eigentlich relativ unbedeutend. Aber die Art, wie die Mode behandelt und angefasst wird, das finde ich interessant (siehe Kellers "Kleider machen Leute"). Mich interessiert, was die Mode in uns auslöst, die Farben und Formen, die wir tragen, wie wir sie für welchen Zweck erschaffen haben, vermutlich unbewusst als Nebenprodukt unserer Existenz.

Im Grunde passt dieses ausdruckslose Trendgehasche doch gar nicht, wenn man selbst der Meinung ist, das Kleidung deine Persönlichkeit unterstreichen soll. Nennt man das dann bloßes Anziehen? Und gar nicht Mode? Und wenn, dann ist das Tragen von Kleidung mit dem Hintergrund, seine Persönlichkeit nach außen zu kehren doch die Ursprungsidee der heutigen sozialen Medien und diese wiederrum die Weiterführung des Offenleges seines Selbsts, um sich zu begründen und rechtzufertigen und um wahrgenommen zu werden. Oder?


Basisbild von ana-lee.livejournal.com

Dienstag, 7. Juli 2009

gummo (1997)

This is why I love movies: Gummo, directed by Harmony Korine .



Montag, 6. Juli 2009

greenality

Dass fairer Handel in unserer heutigen globalisierten (Mode-)Welt voller Ausbeuterei und Umweltverschmutzung eine noch immer viel zu seltene Sache ist, ist uns längst bekannt und doch tun wir häufig trotzdessen nicht besonders viel dagegen. Umso bemerkenswerter sind da die kleinen Labels und Akteure, die sich genau für diesen fair trade und umweltbewusste Mode einsetzen und eine "grüne" Mentalität verfolgen. Wie zum das Label GREENALITY. 2008 in meinem beschaulichen Stuttgart gegründet, leisten die 5 jungen Betreiber scheinbar nachahmenswerte Arbeit. Die aus ökologisch angbauter Baumwolle und von indischen Fairtrade-Fabriken ohne Kinderarbeit produzierten T-Shirts und Kapuzenpullis werden ausschließlich in ausgedienten Schuhkartons per "klimaneutralem" Versand an den Käufer verschickt. Ja und das ist noch nicht alles! Selbst das Büro wird mit Solarzellen auf dem Dach und Ökostrom versorgt! Das ist doch mal eine vorbildliche Sache, die unterstützt werden muss, wie ich finde.
Der Name GREENALITY leitet sich nach Angaben der Website von den beiden englischen Begriffen "Green" und "Mentality" ab. Die Erklärung findet sich auf der Online-Präsenz wie folgt:
Die Farbe „Grün“ steht für Hoffnung, Fruchtbarkeit, Lebendigkeit und Zuversicht. Aus diesem Grund haben wir uns symbolisch für diese Farbe entschieden.[...]Wir sind fest davon überzeugt, dass wir die Dinge, die in der Welt falsch laufen, mit unserem Tun und Handeln, im positiven Sinne beeinflussen können.
Leute ohne Attitude, die immer nur dem Mainstream folgen, haben uns schon immer angekotzt, deswegen hat „Mentality“ für uns einen sehr hohen Stellenwert. Jeder kann mit seiner Einstellung seine Mitmenschen positiv beeinflussen[...].

Klasse Idee und damit ihr auch davon profitieren könnt, möchte ich gerne das tollste Shirt (mit Tentakeln in grün, wie cool ist das denn? Hab ich extra für euch ausgesucht) vom Label an euch verlosen.Dank 70% Viskose (hier ist Bambus verwendet worden) ist es angenehm weich.
Auf dem Shirt befindet sich ein Oktopus mit Tentakeln.



Wer das Shirt in Gr. M also gewinnen möchte, der braucht nichts Außergewöhnliches machen.
Schreibt einfach eure e-mail-Adresse als Kommentar unter diesen Post und mit ein bisschen Glück bekommt ihr den Gewinn dann von mir zugeschickt!

Bis zum Mittwoch, den 08. Juli 2009 (22Uhr), könnt ihr eure e-mail-Adresse hinterlassen!

 


BITE

MY

SHINY

METAL ASS!